Vorratsküche
Konfitüre, Sirup und Pesto: Selbstgemachtes richtig haltbar machen
Wer im Sommer Aprikosen aus dem Wallis oder Zwetschgen vom Markt einkocht, hat im Winter ein Stück Sonne im Glas. Selbstgemachte Konfitüre, Sirup oder Pesto sind zudem wunderbare Geschenke. Damit sie lange halten und sicher bleiben, braucht es ein paar Grundregeln.
Sauberkeit ist alles
Die meisten Probleme beim Haltbarmachen entstehen durch Keime. Spülen Sie Gläser und Deckel heiss aus und stellen Sie sie für etwa zehn Minuten bei 120 Grad in den Ofen oder kochen Sie sie in Wasser aus. Verwenden Sie nur einwandfreie Deckel ohne Rost und mit intakter Dichtung. Arbeiten Sie mit sauberen Händen und Utensilien.
Konfitüre
Für eine klassische Konfitüre braucht es Früchte, Zucker und Säure. Gelierzucker vereinfacht die Arbeit. Bringen Sie die Masse sprudelnd zum Kochen und machen Sie die Gelierprobe: Ein Tropfen auf einem kalten Teller sollte nach einer Minute fest werden. Füllen Sie die heisse Konfitüre bis knapp unter den Rand ein, verschliessen Sie das Glas sofort und stellen Sie es für einige Minuten auf den Deckel.
Weniger Zucker bedeutet weniger Haltbarkeit. Konfitüren mit wenig Zucker gehören nach dem Öffnen in den Kühlschrank und sollten rasch gegessen werden.
Sirup
Holunderblüten im Juni, Zitronenmelisse im Sommer, Quitten im Herbst: Sirup lässt sich aus vielem herstellen. Die Grundformel ist einfach: Aromageber in Wasser ziehen lassen, absieben, mit Zucker und etwas Zitronensäure aufkochen und heiss in saubere Flaschen abfüllen. Ungeöffnet hält Sirup an einem kühlen, dunklen Ort mehrere Monate.
Pesto und Öle
Bei Pesto und aromatisierten Ölen ist besondere Vorsicht geboten. Frische Kräuter, Knoblauch oder Gemüse in Öl bieten ideale Bedingungen für Bakterien, weil kein Sauerstoff hinkommt. Selbstgemachtes Pesto gehört deshalb in den Kühlschrank und sollte innerhalb von etwa einer Woche gegessen werden. Für längere Lagerung frieren Sie es portionenweise ein, zum Beispiel in einem Eiswürfelbehälter. Mehr Informationen zur Lebensmittelsicherheit im Haushalt finden Sie beim BLV.
Etiketten nicht vergessen
Beschriften Sie jedes Glas mit Inhalt und Datum. Was heute selbstverständlich scheint, ist in einem halben Jahr vergessen. Für Geschenke lohnt sich ein schönes Etikett mit dem Namen der Sorte, dem Herstellungsdatum und einem Hinweis, ob das Glas nach dem Öffnen gekühlt werden muss.
Richtig lagern
Ein kühler, dunkler und trockener Ort ist ideal, etwa ein Keller oder ein Vorratsschrank. Kontrollieren Sie Ihre Gläser regelmässig. Ein gewölbter Deckel, Schimmel oder ein unangenehmer Geruch sind klare Zeichen, dass der Inhalt nicht mehr geniessbar ist. Im Zweifel gilt: wegwerfen.
Saisonal denken
Die schönsten Vorräte entstehen mit dem, was gerade Saison hat. Ein Kalender für Schweizer Früchte und Gemüse hilft bei der Planung. So schmeckt es besser, und Sie sparen erst noch Geld.